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Den Unterschied macht die 8

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Hallo meine Lieben,
Lange ist es her, seit meinem letzten Blogeintrag und ich habe viel erlebt. Der Dezember war ein Monat voller neuer Erfahrungen und Abenteuer. Beginnen möchte ich mit einer großen Aufgabe, die ich zu absolvieren hatte. Seit kurzem bin ich ein Mitglied der Draufsichtgruppe in Bamenda. Wir suchen immer wieder nach neuen Themen für Videos auf Youtube. Das Überthema diesmal war Ausbeutung. Also machten wir uns in einer großen Gruppe darüber Gedanken, welche Themen uns am Herzen liegen. Schnell kamen wir zu dem Entschluss ein Video über die Ausbeutung von Holz in Kamerun durch die westlichen Länder und das große Problem mit der Milchproduktion in Kamerun zu produzieren. Das Thema der Milchproduktion ist auf meinem Mist gewachsen und somit wurde schnell entschieden, dass ich ein Interview vor der Kamera absolvieren sollte. Meine Güte hatte ich einen Schiss vor dieser Kamera! Aber Willi, unser Kameramann und die anderen, die bei dem Interview anwesend waren, machten mit…

3 Städte, 3 verschiedene Länder

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Oder auch nicht!

Die letzten Tage waren für mich aufregend und anstrengend. Von Bamenda ging es am Freitagmorgen mit dem Bus nach Douala: Littoral. Eine lange Tagesreise und wir waren froh, als wir gegen 17:30 dann endlich in Douala ankamen. Leider ist Douala jetzt nicht gerade mein "place to be", wie die Kameruner sagen würden. Der Verkehr ist der absolute Horror. Eine neue Brücke verbindet Douala mit Bonaberi, wo wir ankamen. Um aber über diese zu gelangen, sollte man mindestens eine Stunde einplanen. Denn hier steht man von Beginn bis Ende der Brücke im Stau und in Douala dann oftmals noch auf den normalen Straßen. Und natürlich stinkt es in Douala auch noch. Viel davon kommt einfach davon, dass es eine große Handelshafenstadt ist. Dazu kommen die ganzen Autos und der Müll, den man in Kamerun ja leider so oft an der Straße vorfindet. Douala und was einen dort erwartet ist schwierig in Worte zu fassen. Wahrscheinlich würde ich es so beschreiben: dreckig, schwül, laut. Ich …

Alltag

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Heute möchte ich euch ein bisschen von meinem Alltag erzählen, damit ihr eine genauere Vorstellung davon bekommt, was in der Regel auf mich zukommt, wenn ich morgens aus dem Bett hüpfe. Oder besser gesagt krieche, da ich ja wirklich nicht gerade ein Morgenmensch bin.
-6:30 Uhr Mein Wecker klingelt, je nachdem wie laut meine Klospülung diesmal wieder sifft, bin ich auch schon früher wach. Ich mache mich auf den Weg in Lukas Apartment um zu frühstücken (vor allem meinen Kaffee) und mich dann fertig zu machen.
-7:30 Uhr Pünktlich wie die Maurer stehe ich da und warte auf meinen Kollegen Godlove, der ja auch mein Nachbar ist. Godlove ist für einen Kameruner auch sehr pünktlich (manchmal steht er schon vor mir da, manchmal sind es nur 5 Minuten Verspätung) Wir machen uns gemeinsam auf den Weg zum Eingang unserer Straße und warten auf Fidel, unseren Bikedriver und guten Freund, der uns jeden Morgen zur Arbeit fährt und abholt. Auch Fidel ist meist nur so um die 10 Minuten zu spät dran und st…

Mein Bamenda Meine Junction Mein Blog

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Welcome back! Ich bin wieder online und berichte euch von den letzten Tagen und was alles so passiert ist.

Nun zunächst mal war ich ja in Bafoussam und habe dort unter anderem einen Wasserfall erkundet und die Chefferie Bandjoun angesehen.

Wasserfall in der Nähe von Bafoussam 
Umgebung 
Papayabaum in Bafoussam

Da wir ja nicht ganz freiwillig in Bafoussam gelandet waren, war die Freude groß, als Fred (mein Chef) uns mit Godlove abholte und wir gen Abend das wunderschöne Bamenda erreichten. Ich hätte fast weinen können vor Freude, als wir den Eingang zur GTTC-Street nahmen und dann bald vor unserem Haus standen. Hier fielen wir dann erst einmal Enoch und Donald in die Arme (Die beiden wohnen mit Godlove in der Wohnung unter uns). Zur Feier des Tages gingen wir dann noch an der Straße essen, für mich gab es dann ein Spaghettiomlette mit fried Potatoes (seeeeeehr fettig, aber verdammt lecker).  Mit Blick auf die gut befahrenen Straßen und die Menschen, die sich um kleine Straßenstände drä…

Rückkehr nach Bamenda

Hallo ihr Lieben,
Ich melde mich mit guten Nachrichten aus Bafoussam. Heute ist der Tag meiner Heimkehr. Bamenda ruft und wir alle sind begeistert. Die Situation hat sich sehr verbessert und sogar die Bars haben wieder geöffnet. Einen kleinen bitteren Geschmack hat unsere Rückkehr jedoch. Derzeit gibt es im anglophonen Teil kein Internet, also ist erst mal keine Möglichkeit da, dass wir uns in Deutschland melden. Es muss sich aber niemand Sorgen machen, uns geht es gut. Ich darf morgen auch wieder zur Arbeit gehen. Brot für die Welt passt auf uns auf, genauso wie meine Mentoren und mein Arbeitgeber. Zwischenzeitlich werde ich bestimmt eine Möglichkeit finden, euch auf den aktuellen Stand der Dinge zu bringen. Bis dahin wünsche ich euch allen eine gute Zeit und mir eine gute Journey nach Hause.

See you later, alligator!
Eure Carla

Anglophone Crisis

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Heute schreibe ich aus Bafoussam, einer Stadt im frankophonen Bereich in Kamerun. Hier sind wir, meine WG-Mitbewohner, Luise aus Kumbo und ich über das Wochenende bei anderen Freiwilligen untergebracht worden. Alle rechneten damit, dass es am 1. Oktober zu Ausschreitungen im anglophonen Bereich kommen wird. Deshalb brachte man uns vorsorglich im frankophonen Teil unter. Am ersten Oktober 1961 feierte der damals von Großbritannien besetzte Teil Kameruns die Unabhängigkeit von ihren Kolonialherrschern. Ein Tag der in der anglophonen Krise eine große Bedeutung innehat. Und genau über diese Krise und meine Erfahrungen möchte ich berichten. Dazu werde ich jedoch erst einmal in der Geschichte Kameruns zurückgehen, um ein Verständnis zu schaffen, wie es dazu kam. Man spricht in der kamerunischen Geschichte von 3 Phasen.
1. Vorkolonialismus Damals war Kamerun kein Staat, sondern in Völker unterteilt. Dies änderte sich am 12. Juli 1884.
2.Kolonialisierung 1884 unterschrieben die Deutschen die…

Über den Wolken - Unter den Palmen

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So, ich melde mich endlich aus Kamerun.  Nun sind die ersten Wochen schon vorüber und ich habe viel erlebt. Direkt zu Beginn meiner Reise eine Premiere. Ich saß das erste Mal in einem Flugzeug. Von Stuttgart aus ging es los nach Paris. Es war eine kleine Maschine und ich fühlte mich sehr wohl. Zu Beginn ist es ein wenig wie Achterbahn fahren, wenn das Flugzeug beschleunigt, abhebt und immer höher steigt. Und dann kam der atemberaubende Ausblick! Ich war über den Wolken, wo die Freiheit grenzenlos scheint. Und auch wenn das ein bisschen kitschig klingt, habe ich mich doch genauso gefühlt.




Leider war der Flug genauso schnell vorbei, wie er begonnen hatte und in Paris gab es für mich und meine 7 kamerunischen Mitbrötchen nur wenig Zeit zum Umsteigen. Nun saßen wir alle in einem großen Flieger, in dem es viel Platz und sogar einen Fernseher gab. Alles ganz entspannt. Mit etwa 1 ½ Stunden Verspätung erreichten wir Douala. Dort mussten wir komplett aus dem Gebäude und vom Gelände herunter…